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FAQ – Häufig gestellte Fragen FAQ – Häufig gestellte Fragen

1. Wie kam es zu diesem Projekt ?
Als Benedikt Taschen 2010 zum ersten Mal einen fünf Meter breiten Print von Thomas Lairds Fotografien aus Tibet betrachtete und die Detailgenauigkeit der Wandmalereien und die Dimensionen des Werkes bestaunte, fragte er den Fotografen: „Was haben Sie jetzt damit vor?“
„Na ja, wenn daraus ein Buch werden soll, würde ich mir für die Erstausgabe ein so großes Format wie das Ihrer SUMO-Bücher wünschen. So etwas wie John James Audubons großartiges Birds of America. Das hat mich schon immer schwer beeindruckt. Um die Detailvielfalt der Vögel in Lebensgröße zeigen zu können, hat er ja auch so ein großes Format gewählt. Und so wie z. B. die Wandertaube in seinem Band werden viele der Wandmalereien, die ich fotografiere, in ein paar Jahrzehnten verschwunden sein. Die Größe ist hier also nicht Selbstzweck. Nein, ich denke, anders kann man die Bildgewaltigkeit solch großformatiger Werke zukünftigen Generationen gar nicht vermitteln.“
„Okay, Thomas“, antwortete Benedikt, „keine Frage, Ihre Aufnahmen sind einmalig. Aber Sie verlangen da ganz schön viel. Was meinen Sie, würde der Dalai-Lama dieses Werk wohl für so wichtig halten, dass er sämtliche Bände einer SUMO-Erstausgabe signieren würde?“
Thomas Laird flog daraufhin nach Indien und erklärte dem Dalai-Lama, wie entscheidend ein solch großformatiges Buch für die Bewahrung des tibetischen Kulturerbes wäre. Seine Heiligkeit sagte: „Gut, ich verstehe die Bedeutung Ihres Engagements: Es ist gute und sinnvolle Arbeit, die Sie unbedingt fortsetzen sollten. Aber warum sollte ich derart viele Seiten signieren?“
„Eure Heiligkeit, indem Sie diese Bücher signieren, geben Sie diesem Projekt Ihren Segen. Sie haben noch nie die komplette Ausgabe eines Buches signiert. Wenn Sie Ihre kostbare Zeit dafür opfern würden, so wäre jedes Exemplar noch bedeutsamer und kostbarer. Viele der Wandmalereien werden in den nächsten Jahrhunderten verschwinden, sie sind uralt und fragil. Diesen Prozess werden auch keine konservatorischen Bemühungen aufhalten können. Einige der von mir dokumentierten Wandmalereien sind bereits zerstört. In diesem Buch aber werden sie für künftige Generationen weiterexistieren.“ Daraufhin antwortete der Dalai-Lama: „Da haben Sie recht, das ist tatsächlich eine wichtige Aufgabe. Gut, ich werde einige dieser Bücher signieren.“

2. Warum hat TASCHEN eine Spende an das Mind & Life Institute entrichtet ?
Da der Dalai Lama als Mönch nichts außer ein paar persönlichen Gegenständen besitzt, hat er TASCHEN gebeten, das Mind & Life Institute zu unterstützen. Das Mind & Life Institute hat es sich zum Ziel gesetzt, „den Dialog von moderner Wissenschaft und kontemplativen Praktiken und Weisheitstraditionen zu fördern“. Die Stiftung finanziert Forschungsvorhaben, die sich mit den Auswirkungen von Meditation auf Körper und Geist befassen. Diverse Untersuchungen konnten belegen, dass das Gehirn Stimulationen besser verarbeitet, wenn Menschen regelmäßig meditieren. Sie scheinen ruhiger zu reagieren als Menschen, die im Meditieren nicht so geübt sind. Vielleicht kann man derartige Praktiken in unser Alltagsleben integrieren, um den Herausforderungen des Lebens mit weniger Reizbarkeit, mehr Gelassenheit und mehr Mitgefühl zu begegnen. Für den Dalai-Lama ist dieser Weg essenziell für die Menschheit, unser Überleben und die Zukunft unseres Planeten.
Und so schließt sich der Kreis. Jahrhundertelang haben die Tibeter Wandmalereien geschaffen, um die buddhistische Praxis der Achtsamkeit, des Mitgefühls, der Weisheit und anderer Ideale zu vermitteln. Diese Wandmalereien haben im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Menschen inspiriert und ihnen einen gemeinsamen Weg gewiesen. Der Mensch hat die Wahl: Lässt er sich von Habgier, Wut, Unwissenheit, Begierde und Hochmut leiten, oder wird er seine Worte und Taten mit Bedacht wählen, um den Pfad der Weisheit zu beschreiten? Mögen diese zeitlosen Meisterwerke Tibets ihre Botschaft bis weit in die Zukunft tragen.

3. Wie ist der Stand entstanden und welche Bedeutung hat er ?
Der zerlegbare Buchständer wurde speziell vom Pritzker-Preisträger Shigeru Ban für den 23 Kilogramm schweren SUMO Murals of Tibet entworfen. Papierröhren, das charakteristische Material des "Papierarchitekten" werden kombiniert mit einer klappbaren Holzplattform. Zusammen mit dem SUMO und dem wissenschaftlichen Begleitband entsteht so ein einzigartiges, dreiteiliges Kunstwerk. Die Verwendung von Recyclingmaterial ist Teil der innovativen Strategien des japanischen Meisters, der weithin für seine Designlösungen zur Hilfe von Opfern von Naturkatastrophen anerkannt ist. Zu diesen Interventionen gehören unter anderem die Cardboard Cathedral in Christchurch, Neuseeland sowie das Paper Partition System für Flüchtlinge nach dem Erdbeben in Fukushima. Er hat auch bereits andere papierne Möbelstücke entworfen, wie z.B. die Kollektion "CARTA" aus dem Jahr 1996 mit Cappellini. Seine bahnbrechende humanitäre Arbeit und der geniale Umgang mit bescheidenen Materialien machen ihn zum idealen Partner für diesen Meilenstein der Buchkunst – mit seinen eigenen Worten: "Ein Buchständer aus Papier, der mit diesen Bildern der tibetischen Kunst harmoniert".

4. Was muss beim Aufbau des Buchständers von Shigeru Ban beachtet werden ?
Bitte schauen Sie sich die beiliegende illustrierte Aufbauanleitung an. Nach den Anweisungen des Künstlers sollten die Beine von hinten nach vorne montiert werden, wobei Sie mit dem breitesten (hinten rechts) beginnen und mit dem kleinsten (vorne links) enden. Die stabilisierenden Streben können von beiden Seiten eingeschoben werden, allerdings immer von oben nach unten. Zuletzt entfalten Sie die Auflagefläche aus Holz und positionieren sie auf dem Sockel. Prüfen Sie noch einmal die Stabilität, bevor Sie das Buch auflegen.

5. Gibt es Empfehlungen zu Pflege und Reinigung ?
Das Buch enthält sechs ausklappbare Seiten. Um diese nicht zu beschädigen, falten Sie sie immer vorsichtig zurück, bevor Sie zur nächsten Seite wechseln. Bitte beachten Sie auch, dass das Buch empfindlich auf UV-Licht reagiert. Wenn Sie es stets auf der gleichen Seite aufgeklappt liegen lassen, können die Farben eventuell leicht verblassen. Es ist ratsam, die mitgelieferten Handschuhe zu tragen, wenn Sie das Buch umblättern oder auf dem Buchständer positionieren.
Die Stoffelemente und der Leineneinband sind anfällig für Beschädigungen und Flecken, behandeln Sie diese mit besonderer Sorgfalt. Die Elemente des Tisches, einschließlich der Papierstützen und der Auflagefläche, sind empfindlich und sollten nur mit einem einfachen trockenen Tuch gereinigt werden. Der Ständer ist ausschließlich zur Präsentation des Buches gedacht.

6. Wozu dient der wissenschaftliche Begleitband ?
Der SUMO zeigt ausschließlich die Wandmalereien und lässt die Kunstwerke für sich selbst sprechen. Der wissenschaftliche Begleitband fungiert dabei als eine Art Register für den SUMO. Sein Layout folgt dem des Hauptbandes und bietet ausführliche Bildunterschriften sowie das notwendige Hintergrundwissen, um das Abgebildete einordnen zu können.

7. Wie ist Murals of Tibet aufgebaut ?
Dieses Buch stellt die ältesten noch erhaltenen großformatigen Wandmalereien Tibets vor und nimmt Sie mit auf eine geografische Reise, die in Drathang beginnt und zu den wichtigsten Klosteranlagen Zentral- und Westtibets führt (vorbei am heiligen Berg Kailash), wo noch heute bedeutende Wandmalereien betrachtet werden können. Das Buch ist entsprechend einer Reiseroute strukturiert, die so auch von Pilgern gewählt werden könnte. Um den Lesern weitere Orientierung zu bieten, werden die Gründungsdaten der Tempel bzw. religiösen Stätten angegeben, gefolgt vom Datum der Restaurierung (wo zutreffend) und der ungefähren Datierung der jeweiligen Wandmalerei.

8. Wer schrieb die Texte ?
Thomas Laird berichtet aus erster Hand von seinen Reisen in Tibet und der Arbeit an diesem visuellen Archiv. Bob Thurman liefert einen fundierten Einblick in den tibetischen Buddhismus. Heather Stoddard erstellte die Beschreibungen der religiösen Stätten sowie unter Mithilfe von Cameron Bailey die Bildunterschriften zu den Wandmalereien im gesamten Buch, mit Ausnahme derjenigen des Lukhang-Tempels, die von Jakob Winkler recherchiert wurden.

9. Welche editorischen Besonderheiten gibt es ?
Die Autoren dieses Bandes haben jeweils ihr eigenes bevorzugtes System zur Transliteration und Romanisierung des Tibetischen (und des Sanskrit). Um den Text zu vereinheitlichen, haben wir uns jedoch für eine vereinfachte phonetische Schreibweise für Tibetisch und das IAST-System ohne diakritische Zeichen für Sanskrit entschieden. Dieser Ansatz hat sich im Hinblick auf Lesbarkeit und Kohärenz bewährt.
Ortsnamen, Eigennamen und religiöse oder buddhistische Terminologien werden zuerst in Sanskrit aufgeführt (da die meisten dieser Begriffe indischen Ursprungs sind), bei Erstnennung gefolgt vom Tibetischen (in Klammern) und der englischen Entsprechung. Dieser Konvention folgt auch das Register, wenngleich tibetische Namen separat aufgeführt sind.

10. Was muss man zu den Kunstwerken und religiösen Stätten wissen ?
Die tibetische Wandmalerei in situ gilt als lebendige spirituelle Unterweisung und nicht als bloßes Studienobjekt der Kunstgeschichte. Ältere Wandmalereien werden daher regelmäßig restauriert, um sicherzustellen, dass die Botschaft innerhalb der Gesamtkomposition für die Nutzer weiterhin sichtbar bleibt. Dabei legen die Restauratoren Wert darauf, nur das wiederherzustellen, was noch vorhanden war, damit die ursprüngliche Aussage nicht verfälscht wird. Die Erhaltung dieser Kulturdenkmäler, die für die tibetisch-buddhistische Kultur und Kunstgeschichte von einzigartiger Bedeutung sind, ist nach wie vor eine Herausforderung, obschon seit den 1990er-Jahren zahlreiche Restaurierungsprojekte durchgeführt wurden.
Die tibetischen Wandmalereien bedecken oft ganze Säle, mitunter aber auch nur eine kleine Wandtafel in einer Kapelle. Einige der in diesem Buch gezeigten Wandmalereien sind Details aus größeren Werken, während in anderen Fällen eine ganze Wand abgebildet ist. Aus diesem Grund sind für jede Abbildung die Maße für das angegeben, was tatsächlich zu sehen ist. Die Angaben tauchen in diesem Band nur einmal pro Wand oder Wandbild auf, sodass der Leser einen allgemeinen Eindruck der Größenverhältnisse erhält; bei allen folgenden Abbildungen werden sie jedoch weggelassen. In manchen Fällen sind diese Zahlen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten Näherungswerte.

11. Was macht diese Fotografien so besonders ?
Früher hat Thomas Laird die tibetischen Wandmalereien in damals gängiger analoger Technik dokumentiert. Ab 2009 ermöglichte die Multishottechnik erstmals die Erstellung gleichmäßig ausgeleuchteter Abbildungen der Wandmalereien in Originalgröße. Die beengten Räumlichkeiten und die schwierigen Rahmenbedingungen in Tibet machten es den Fotografen der prädigitalen Ära unmöglich, perfekt ausgeleuchtete 1:1-Bilder solcher Kunstwerke aufzunehmen.

12. Gibt es eine Kurzübersicht über die Kapitel im Buch ?

Kloster Drathang (1081)
– älteste erhaltene große Wandmalereien in Tibet:
Die innere Kapelle auf der Rückseite der Versammlungshalle stammt aus dem 11. Jahrhundert. Die Wandmalereien erinnern an die großartigen Kunstwerke, die in den 770er-Jahren in Samye entstanden, zeigen aber auch Einflüsse aus Indien, China, Kothan und Kaschmir. Zu den Wandmalereien in Drathang gehören einige der schönsten erhaltenen Gemälde von Bodhisattvas im indischen Pala-Stil. Die Pala-Dynastie beherrschte vom 8. bis 12. Jahrhundert das gleichnamige Reich im Nordosten Indiens und hatte beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung der buddhistischen Kunst.

Kloster Gongkar Chöde (1464) – Khyentse Chenmos Meisterwerke:
Diese Anlage ist ein schönes Beispiel für die Blütezeit vor dem Aufstieg der Gelug-Schule. Noch heute bewahren einige Mönche von Gongkar Chöde ihre jahrhundertealte Rolle als Hüter des Jokhang in Lhasa. Die erhaltenen Wandmalereien in den Kapellen rund um die Haupthalle von Gongkar sind herausragende Beispiele des Khyenri-Stils, gemalt von einem der größten Künstler Tibets, Khyentse Chenmo, einem engen Verbündeten und Zeitgenossen des Gründers des Klosters.

Jokhang (ca. 633) – erster buddhistischer Tempel in Tibet und wichtiger Pilgerort:
Der Jowo Rinpoche gilt als heiligste Statue Tibets. Es ist das erste Buddhabild, das nach Tibet gebracht wurde und zu dem jeder tibetische Buddhist mindestens einmal in seinem Leben gepilgert sein sollte. Der in Seide gekleidete vergoldete Buddha macht es Pilgern schwer, etwas anderes als das Gesicht der Statue zu sehen, aber gemäß Überlieferung soll sie Siddhartha Gautama als jungen Prinz im Alter von zwölf Jahren darstellen. Der Shelrey Lhakhang zeigt Gemälde aus dem 10. und 11. Jahrhundert sowie geschnitzte Wacholderzargen aus dem 7. Jahrhundert.

Kloster Shalu (1040) – die einzigen erhaltenen Meisterwerke der Newar-Kultur:
Shalu wurde unter der Leitung des großen Gelehrten Butön Rinchen Drub (1290–1364) zu einem der berühmtesten Bildungszentren Tibets und beherbergt heute einen der größten Schätze tibetischer Wandmalereien. Eine große Anzahl dieser Werke, vor allem jene im Umwandlungsgang um den Dukhang, sind einzigartige Beispiele für die von Arniko (1245–1306) gegründete Kunstschule, einem brillanten jungen Newar-Künstler aus Kathmandu, der 1263 nach Peking eingeladen wurde, um Kublai Khan zu treffen.

Lukhang-Tempel (ca. 1700) – die „Sixtinische Kapelle“ des Dalai-Lama:
Der Lukhang-Tempel liegt auf einer kleinen Insel in einem See hinter dem Potala-Palast. Seine Wandmalereien sind von zentraler Bedeutung, da sie von den Gelug-Herrschern Tibets in Auftrag gegeben wurden, um spirituelle, eng mit den Nyingma verbundene Praktiken zu illustrieren, und weil einige der besten Künstler Tibets hier tätig waren. Im Herzen des Tempels befindet sich ein Triptychon mit Wandmalereien, die einige der fortgeschrittensten Yoga- und Meditationstechniken zeigen. Viele der hier gezeigten Praktiken und Ideen sind in keiner anderen Wandmalerei Tibets abgebildet.

Kloster Jonang Puntsoling (1619) – Meisterwerke von Taranatha:
Gegründet von Taranatha, dem herausragenden Meister des umstrittenen Jonang-Ordens und einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des frühen 17. Jahrhunderts. Die erhaltenen Wandmalereien in Puntsoling spiegeln seine einzigartige Vision wider. Die prächtige Stätte liegt auf einem Berg über dem mächtigen Fluss Raga Tsangpo mit Blick auf eine der kunstvollsten eisernen Kettenbrücken, geschaffen von Thangtong Gyalpo, und Ruinen einer der ältesten Bibliotheken Tibets, Denkar, die auf einem hoch aufragenden Felsen thront.

Kloster Samye (ca. 779) – Tibets erstes buddhistisches Kloster:
Erbaut als ein Zentrum zum Studium und Übersetzen buddhistischer Texte. Eine Steinstele, die den Buddhismus zur Staatsreligion Tibets erklärt, wurde während des Baus des Klosters errichtet und ist noch heute vor dem Haupttempel zu sehen. Samye wurde in Form eines Mandalas erbaut und spiegelt auf diese Weise auch in seiner Architektur die buddhistische Weltanschauung. In der Mitte dieses Mandalas befindet sich die Wuze-Halle, sie symbolisiert den Sumeru-Berg, das Zentrum der Welt. Sie hat vier Tore, für jede Himmelsrichtung eines. Die Tibeter glauben, dass ihre Seelen dort hindurchschreiten, um in das nächste Leben einzutreten.

Kumbum & Pelkhor Chöde Gyantse (1427/1370) – UNESCO-Welterbe:
Das Kloster Pelkhor Chöde im Kreis Gyantse mit dem Kumbum, der größten Chörten Tibets, ist eine der schönsten erhaltenen religiösen Stätten Tibets. Ein zentraler Begriff des tibetischen Mahayana-Buddhismus ist das Mandala der fünf Buddhafamilien. Sie bestimmen das Bildprogramm des Kumbum, was übersetzt werden kann mit „Hunderttausend heilige Bilder“. Die gesamte Struktur ist ein 3-D-Mandala, ein ideales Kosmogramm und damit Leitfaden für den praktizierenden Buddhisten auf seinem Weg zur Erleuchtung.

Potala-Palast (1645) – Abbildung der Wandmalereien aus der Osthalle:
Der ursprüngliche Potala-Palast wurde um 633 als Sitz des tibetischen Reiches erbaut. 1645 wurde er renoviert und auf seine heutigen majestätischen Ausmaße erweitert und fortan als offizieller Sitz des 5. Dalai-Lama und seiner neu gegründeten Regierung Ganden Phodrang genutzt, die von ihrem alten Sitz im Kloster Drepung dorthin zog. Der Weiße Palast wurde als Residenz des Dalai-Lama erbaut.

Kloster Sakya (1073) – große Versammlungshalle mit 40 riesigen Säulen:
Aufgrund Sakyas Nähe zum indischen Subkontinent – die Klosteranlage liegt auf halber Strecke zwischen Lhasa und Tibets nächstem Nachbarn Nepal – blieb man dort offen für äußere Einflüsse, insbesondere aus Nepal. So sind die Gemälde und Skulpturen der Sakya – hier und in den tibetisch-buddhistischen Traditionen der Sakya aus der Mongolenzeit – deutlich vom Balti-Newar-Stil inspiriert, der auch eine der frühesten und beständigsten ausländischen Traditionen buddhistischer Kunst ist, der Tibet erreichte.

Kloster Drepung & Nechung (1461/17. Jh.) – Stätte des Staatsorakels und ehemaliger Palast des Dalai-Lama:
Drepung war einst das größte aller tibetischen Klöster. Als Sitz des Ganden Phodrang (oder der Regierung) unter dem 2. Dalai-Lama gab es sieben Fakultäten mit umfangreichen Bibliotheken und eine renommierte medizinische Klinik. Nechung, ein kleiner Tempel in der Nähe, ist der Sitz des Staatsorakels der Tibeter – ein auserwählter Mönch, der seinen Körper in Trance versetzt und einer Gottheit als Medium dient, durch den diese zur Menschheit zu sprechen vermag. Die Äußerungen des Mediums werden niedergeschrieben und von Schriftgelehrten interpretiert.

Tsaparang und Tholing (10. Jh.) – Hauptstadt des Guge-Reiches:
Das Königreich Guge erstreckte sich über die nordwestliche Himalajaregion und vereinigte auf seinem Territorium das heutige Ladakh und Purang sowie das Gebiet rund um den heiligen Berg Kailash, der bis heute von Millionen von Anhängern der vier asiatischen Religionen verehrt wird: Buddhismus, Hinduismus, Jainismus und der alte einheimische tibetische Bön. Aus dem 15. Jahrhundert haben sich prächtige Wandgemälde erhalten. Ihre Inschriften deuten darauf hin, dass Tibeter in den Tempelwerkstätten gemeinsam mit Handwerksmeistern aus Kaschmir ausgebildet wurden.

Pressestimmen:

“Murals are notoriously difficult to photograph. Some of them are varnished, some of them are very high. In certain monasteries, there is no lighting or electricity. You need a serious dose of determination to embark on such work.”
— Matthieu Ricard

„Die erhalten gebliebenen Wandmalereien sind ein höchst gefährdetes Erbe der Menschheit. Wie in einer Arche Noah der Bilder werden sie nun erstmals in ihrer Gesamtheit präsentiert.“
— Stern

„Diese Wandmalereien sind einfach wunderbar. Sie verwöhnen das Auge mit ihren filigranen Details oder faszinieren mit Anweisungen komplizierter Yogaübungen… Murals of Tibet ist nicht nur aufgrund der aufwenigen Herstellung ein außergewöhnliches Buch. Vor allem zeigt es erstmals die tibetischen Meisterwerke in ihrer ganzen Pracht und bewahrt diese vergänglichen Malereien für die Ewigkeit.”
— NDR Kulturjournal

„Der Bildband Murals of Tibet. Mehr als ein Buch. Ein Lebensprojekt. Ein Bekenntnis.“
— Kurfürstendamm Boulevard

„Das von seiner Heiligkeit, dem XIV. Dalai Lama handsignierte Buch präsentiert die Kultur Tibets in einer bislang nicht vorstellbaren optischen Brillianz. Ein einzigartiger Kunstschatz.“
— #belove

„Für Murals of Tibet nahm sich der US-Fotograf Thomas Laird buddhistischer Wandmalereien an, die vom Verfall bedroht sind. Nun erscheinen seine Arbeiten als atemberaubender Fotoband im TASCHEN Verlag. Dass der renommierte Verlag TASCHEN wunderschöne Bücher herausgibt, ist keine neue Erkenntnis. Dass aus dem ebenso exquisiten wie umfangreichen TASCHEN-Portefeuille nochmals die wuchtigen SUMO-Bände – Glanzstücke der gegenwärtigen Buchdruckerkunst – herausragen, ist auch nicht allzu unbekannt. Bei der neuen Veröffentlichung aus der SUMO-Reihe drohen allerdings die Superlative auszugehen, denn Thomas Lairds Murals of Tibet ist ein wahres Wunderwerk, das zu den großartigsten Publikationen des Hauses zählt. Das 23 Kilo schwere Buch, das sich den Wandgemälden in buddhistischen Tempeln und Klöstern Tibets widmet, ist nicht nur ein hochpreisiges Sammlerstück, sondern besitzt gleich auf mehreren Ebenen kulturelle Signifikanz… Ein Erlebnis und, allen spirituellen Aspekten zum Trotz: eine Wertanlage.“
— FAQ
 

Hier einige Suchbegriffe:

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